Unternehmen entdecken Mehrwert bei „CSR“

11. Oktober 2019


Fridays for Future, KIimaschutzgesetz, Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit – das Jahr 2019 hat grundlegende Diskussionen zur Unternehmensverantwortung in Bewegung gesetzt. IfaS und saaris zeigten beim Aktionsforum Regionales Unternehmensmanagement, wie Betriebe aktiv werden können und boten andererseits die Möglichkeit zur Kooperationsanbahnung zwischen Unternehmern und Vertretern der 13 Modellkommunen des Projektes der Global Nachhaltigen Kommunen im Saarland.

„Unsere Wirtschaft befindet sich im Wandel und Verantwortungsthemen gewinnen dabei stetig an Relevanz. Immer mehr Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter interessieren sich für die Unternehmensverantwortung hinter den Produkten“, so Pascal Thome, bei saaris für das Thema Corporate Social Responsability (CSR) verantwortlich. Nachhaltigkeit würde zum Wirtschaftstrend, der stets neue Strategien und mehr regionales Engagement fordere.

„Wir wissen, wie Nachhaltigkeit geht.“
Prof. Dr. Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am „Null-Emissions-Campus“ Birkenfeld: „Die Veränderung wird nicht einfach, aber wir wissen, wie Nachhaltigkeit geht“, so sein Credo. Dabei stehen Soziales, Ökologie und vor allem Ökonomie im Zentrum. In Kommunen wie auch in Unternehmen gilt: Nachhaltig¬keit ist die bessere Wirtschaft. Gemeinsam sind Kommunen und Unternehmen stark, wie beispielsweise das UpCycling- Zentrum in Neunkirchen zeigt. Dort können Unternehmen ausgewählte Reststoffe spenden und diese in einer sozialen Einrichtung mittels UpCycling in neue Produktlinien überführen.

Telekom: Bis 2030 100% erneuerbare Energien
„Nachhaltig digital – wie setzt die Deutsche Telekom die Sustainable Development Goals um?“: Cornelia Szyszkowitz aus Bonn bot einen praktischen Einblick in die Engagementarbeit des Netzanbieters, zeigte aber auch Probleme auf. Bis 2030 möchte die Telekom zu 100 % auf erneuerbare Energien setzen und nutzt jetzt schon das System der Nachhaltigen Lieferkette. Das beginnt schon bei der Auswahl und Beschaffung der Metalle, die für die Herstellung von Smartphones und anderen Geräten notwendig sind. Kooperationen mit Herstellern, die auf ressourcenschonende Geschäftsmodelle setzen sowie die Investition in Reperando und Handysammelcenter sind als Appell an das Ressourcenbewusstsein der Verbraucher zu verstehen.

Vorreiter und ihre Ideen
In Kurzimpulsen für mehr Unternehmensengagement stellten sich Katja Hobler von Naturstei¬ne Glöckner und Michael Wirth von Bee Great – Rent Your Hive, das Start-up Blue Future sowie SAP vor. Die Firma Glöckner als Finalist des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2018 setzt bereits die ISO 26000 und ihre Kernthemen durch, Nachhaltigkeit bestimmt ihre Philosophie und Strategie. Bee Great stattet Unternehmen mit Bienenvölkern aus, um die heimische Biodiversität zu fördern. Den Honig können die Mieter mit ihrem eigenen Label versehen weiterverschenken. SAP stattet im Projekt „Save the Bees“ seine eigenen Bienenvölker mit neuester Technologie aus, um dem Bienensterben auch digital entgegenzuwirken. Blue Future investiert in nachhaltige Infrastruktur in Tansania. Die jungen Gründer haben sich mit Experten auseinandergesetzt, wie etwa einem Chemie-Ingenieur, der Wasserfilter entwickelt hat. So erhalten die Menschen nicht nur sauberes Wasser, sondern auch Arbeitsplätze. Mit dem Aktionsforum Unternehmensverantwortung konnte eine Vielzahl von regionalen Kooperationspatenschaften angebahnt werden. Die teilnehmenden Kommunen und Unternehmen wollen noch in diesem Herbst gemeinsam Engagement-Projekten entlang der 17 Nachhaltigkeitsziele auf den Weg bringen.


Ansprechpartner

Pascal Thome

Gesellschaftliches Unternehmensengagement

Tel.: 0681 9520-594

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: pascal.thome@saaris.de